Nach den Galapagos und Quito ist Otavalo die meist besuchte Stadt in Ecuador. Otavalo (2560m ü.M.) befindet sich 2 1/2 Fahrtstunden nördlich von Quito. Seinen Bekanntheitsgrad gewinnt Otavalo v.a. durch seinen Samstagsmarkt auf der Plaza de Poncho. Otavalo weist noch viele weitere Schönheiten auf wie die Landschaft, das Kunsthandwerk, die Traditionen und die Offenheit der Menschen. Zwei mythische Vulkane umrahmen die Stadt: Der Imbabura (4650m) und der Cotocachi (4939m).
Die Traditionen in Otavalo und in den umliegenden Gemeinden werden sehr gepflegt. In den ländlichen Gebieten rund um Otavalo wohnt fast nur die indigene Bevölkerung, in der Stadt selber sind die Mestizen in der Überzahl. Die Frauen von Otavalo tragen lange schwarze Röcke und weisse, bunt bestickte Blusen. Viele haben schillernde Glasperlenketten um den Hals und Korallenbänder um die Handgelenke. Die Männer tragen dunkelblaue, doppelseitige Ponchos, weisse Hosen und einen schwarzen Hut, unter dem ein schulterlanger Haarzopf hervorschaut. Die von beiden Geschlechtern getragenen Schnürsandalen sind aus dem Cabuya-Kaktus gefertigt.
Kichwa ist nach wie vor die Muttersprache unter den mit bolivianischen Mitimaes verschwägerten Abkömmlingen der einst gegen die Inkas kämpfenden Cara- und Caranqui-Stämme. Das Sonnenfest (Inti-Raymi, Inti = Sonne, Raymi = Fest) findet jeweils im Juni statt und las fiestas del Yamor (das Maisfest) vom 2 bis 15. September.
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